...Markus Stockhausen auf Trompete und Flügelhorn und Posaunist Iven Hausmann aus Ost-Berlin korrespondierten glänzend miteinander. Der vielseitige Hausmann war um keine avantgardistische Spieltechnik verlegen und griff musikalische Ideen aus dem ganzen Ensemble auf bis hin zu den rhythmisch vertrackten Einfällen des Westberliner Schlagzeugers Zoro Babel. Perkussive Effekte waren dem Posaunisten ebensowenig fremd wie multiphones Spiel in bester Albert-Mangelsdorff-Tradition.

Wiesbadener Tageblatt vom 10.10.1989

 

...am differenziertesten gestaltete sich der Dialog zwischen dem Posaunisten Iven Hausmann und der Pianistin Simone Weißenfels, die vom klassischen Background aus zu hochsensiblem freien Spiel gelangten.

(5.Ruhr-Jazz-FestivalBochum 1991) JazzThetik1991

 

 

Cage, John - Ryoanji

Konzentration und Feinheit
Label/Verlag: Hat Hut Records
Detailinformationen zur Platte

Hat Hut Records macht eine faszinierende Aufnahme von John Cages 'Ryoanji' aus dem Jahr 1995 wieder verfügbar.

In letzter Zeit wartet das Label Hat Hut Records neben Neuerscheinungen wieder einmal mit Zweitauflagen älterer Produktionen auf. Es sind dies – wie die kürzlich von einer Kollegin besprochene Oper 'Neither' von Morton Feldman – Aufnahmen, die seit geraumer Zeit vom Markt verschwunden sind und aufgrund ihrer hohen Qualität eine Neuauflage verdient haben: Einspielungen, die unter Liebhabern jüngerer Musik sehr gefragt sind, weil sie sich bereits kurz nach ihrem Erscheinen als diskografische Glanzleistung entpuppt haben. So ist es sehr zu begrüßen, dass die phänomenale und inzwischen legendäre Interpretation von John Cages 'Ryoanji' (1983-85), die im Juni 1995 in Koproduktion von HatHut Records, dem Sender Freies Berlin und der Akademie der Künste Berlin und unter Mitwirkung von Robert Black (Kontrabass), Eberhard Blum (Flöte), Iven Hausmann (Posaune), Gudrun Reschke (Oboe), John Patrick Thomas (Stimme) und Jan Williams (Schlagzeug) entstanden ist, auf diese Weise wieder verfügbar gemacht wird.
Kritik von Dr. Stefan Drees, 05.11.2011

unerträglich bohrende Töne
"Auf der Bühne wird das Geschehen besonders eindringlich, wenn der Posaunenspieler in den Mittelpunkt rückt.
Wenn er auf der Bühne steht, unerträglich bohrende Töne erzeugt und auf den Leinwänden historische
Aufnahmen von Verwundeten erscheinen. Da wird spürbar, was für ein Irrsinn mit dem Reichstagsbrand begann."

Eva Förster - (MOZ) 2013

Fusion 2.013
"Ich wollte mich einfach mal überraschen lassen. Und ich bin äußerst positiv überrascht. Was die Jungs machen, kann man schon als
genial bezeichnen."
Freie Presse 2013